Ein Fertighaus bietet Vor-, sowie Nachteile und ist eine Überlegung als Alternative zu einem herkömmlichen Massivhaus oder Architektenhaus sicherlich wert. Hier erfahren Sie, welche verschiedenen Bauweisen (z.B. die Holzbauweise) es bei Fertighäusern gibt, was es mit der Energieeffizienz von Fertighäusern auf sich hat, worauf Sie achten sollten und die Unterschiede zu einem Massiv- oder Architekturhaus. Was ist ein Fertighaus – Grundlagen verständlich erklärt

Ein herkömmliches Haus zeichnet sich durch einen Bauplatz aus, auf dem Schritt für Schritt das Haus aus Rohstoffen errichtet wird. Bei einem Fertighaus werden schon vorab von Hersteller Teile gefertigt. Anschließend werden diese Teile zu dem Bauplatz geliefert und müssen noch zusammengefügt werden. Es gibt jedoch keine allgemein einheitliche Definition für den Begriff Fertighaus. Ein weiterer zeit- und nervenschonender Fakt ist der, dass der Hersteller der Fertighaus-Teile auch schon alle technischen Installationen, wie etwa für Elektro-, Wasser-, Gas-, Heizungs- und Lüftungsinstallationen enthalten. Die Preise für ein solches Fertighaus variieren freilich je nach Anbieter, Ausstattung, Bauform und Bauweise, was für Anforderungen man an die Energieeffizienz hat, sowie etwaigen Extrawünschen und Sonderanfertigungen.

Holzbauweise bei einem Fertighaus

Ein Fertighaus muss nicht zwingend nach der Holzbauweise hergestellt werden, auch wenn diese Methode sehr weit verbreitet ist. Innerhalb der Holzbauweise gibt es etwa die Holzständerbauweise, die Holzrahmenbauweise und die Holztafelbauweise. Bei der Holzständerbauweise werden Häuser aus Holzbalken, -ständern und -trägern gebaut. Das Gerippe ist dadurch ist somit fest verbunden und bietet somit ein hohes Maß an Stabilität. Daher eignet sich diese Holzbauweise besonders gut, mehrere Stockwerke und ein schweres Dach tragen zu können. Weiters bietet stellt sie Grundlage für viele weitere Bauweisen dar. Die Holzrahmenbauweise ist eine der Bauweisen, die auf der soeben genannten Holzständerbauweise aufbaut. Hierbei wird ein Rahmen aus Holz errichtet, dessen Zwischenräume isoliert werden.

Dies trägt zu einem gewissen Halt der Wände bei, ist dennoch aber kein tragendes Element des Fertighaus. Mit der industriellen Produktion mittels der Holztafelbauweise, können die Teile mittlerweile nicht mehr nur für die Wände, sondern auch für fertige Decken- und Dachelemente verwendet werden. Im Großen und Ganzen unterscheidet sich diese Bauweise nur im Kleinen von der Holzrahmenbausweise.

Alle drei genanten stellen allesamt spezielle Formen der Skelettbauweise dar. Die Skelettbauweise zeichnet sich dadurch aus, dass das tragende Gerüst des Gebäudes aus Holz gefertigt ist. Eine weitere Holzbauweise ist die Blockbohlenbauweise, bei der aus ganzen Baumstämmen Rundbohlen geschnitten werden. Diese Bauweise ist die älteste Bauweise der Welt und wird bei der Errichtung von Häusern, Ferienhäusern, bis hin zur echten Designervilla verwendet.

Andere Bauweisen

Es gibt aber zahlreiche Alternativen zur Holzbauweise, wo man zu Stein, Ziegel oder Beton als Hauptmaterial greift. Hierbei werden die einzelnen Wände und Komponenten des Hauses aus dem jeweiligen Material zusammengesetzt und werden zur Baustelle gebracht. Eine dieser Alternativen zur Holzbauweise ist die Ziegelverbundbauweise, bei der massive Steine bereits in der Herstellung zu fertigen Teilen zusammengesetzt werden und dann zur Auslieferung gelangen. Die Steine werden zusammengesetzt und optimal getrocknet, bevor sie geliefert werden. So kann ein massiver Halt gewährleistet werden. Es können in dieser Art nicht nur Wände, sondern auch Deckenelemente innerhalb von wenigen Tagen erstellt werden.

Wissenswertes zum Fertighaus

Die ersten Anfänge hatte das Fertighaus schon 1494, als die ersten Holzrahmentafeln gebaut wurden. Im Laufe der Geschichte wurden die verschiedenen Techniken immer mehr optimiert, sodass heute Häuser aus verschiedenen Materialien und in den unterschiedlichsten Formen in vorgefertigten Teilen bestellt, geliefert und aufgebaut werden können. In Punkto Energieeffizienz kann ein Fertighaus punkten. Es ist sehr wichtig, dass ein Haus eine gute Energieeffizienz hat, denn nur so kann man beim Wohnen bares Geld sparen. Dies äußert sich etwa beim Heizen.

Unterschied in Bauweise und Energieeffizienz eines Fertighauses zu einem Massivhaus oder Architektenhaus

Oftmals steht man nach dem Entschluss, sich ein Haus bauen zu lassen, vor der Frage, für welche Art von Haus man sich entscheiden soll. Ein Fertighaus unterscheidet sich von einem Massivhaus oder Architektenhaus. Das Massivhaus/Architektenhaus hat eine längere Bauzeit, hat jedoch eine Jahrzehnte lange Nutzbarkeit und ist des Weiteren wertbeständig. Durch große Speichermasse und Diffusionsoffenheit, aber auch bei der Energieeffizienz ist ein Architektenhaus oder Massivhaus dem Fertighaus überlegen, jedoch gibt es auch im Bereich von Fertighäusern einige Lösungen. Bei einem Architektenhaus handelt es sich um ein Haus, welches oft außergewöhnlich von einem Architekten geplant wurde. Ein Architektenhaus ist in der Regel teurer. Letztlich müssen Sie sich selbst entscheiden, ob Sie lange warten möchten, was für Materialien Ihr Haus haben soll, ob Sie besonders Wert auf Energieeffizienz oder dergleichen legen und ob Sie sich für ein Architektenhaus oder Massivhaus mit hoher Energieeffizienz möchten oder doch ein Fertighaus, in dessen Errichtung Sie zur Erreichung von mehr Energieeffizienz mehr Geld investieren wollen.

Vorteile von einem Fertighaus gegenüber einem Architektenhaus oder Massivhaus

Ein ganz klarer Vorteil eines Fertighaus für sich oder auch bezugnehmend gegenüber einem herkömmlichen Massivhaus ist die deutlich kürzere Bauzeit. Deswegen kann bei einem solchen Haus zum Einen ein fester Preis für das Haus und den Aufbau, zum Anderen auch ein fixer Fertigstellungstermin festgelegt werden. Des Weiteren haben Sie in den meisten Fällen die Möglichkeit, sich die unterschiedlichsten Modelle mittels Musterhäuser vorab anzusehen und sich somit umso besser ein Bild von allem machen. Weiters haben Fertighäuser in der Holzbauweise hergestellt, eine viel bessere Energieeffizienz und sparen Ihnen durch Ihre Dämmung Heizkosten und somit bares Geld. Ein weiterer Vorteil eines Fertighaus gegenüber einem Massivhaus oder Architekturhaus ist, dass es auch auf einem felsigen und feuchten Untergrund gebaut werden kann – hierbei muss man dennoch einiges beachten und berät sich bestenfalls mit einem Fachmann.

Nachteile von einem Fertighaus gegenüber dem Architektenhaus oder Massvihaus

Zu den Nachteilen eines Fertighaus zählen etwa ein geringerer Schallschutz. Hier ist jedoch zu beachten, dass das Schallschutzzeil eine Beschaffenheit darstellt, die zu vereinbaren ist und ist somit unabhängig von der Bauweise. Einer weiterer Nachteil ist etwa, dass ein Fertighaus, sei es eines der Holzbauweise oder einer Anderen, nach einigen Jahren an Wiederverkaufswert verliert. Dies zeigen einige Statistiken. Nur ein Drittel der gebauten Fertighäuser sind seriell gefertigte Häuser. Demnach ist der Glaube, ein solches Haus ist zwingend billiger in der Anschaffung, als ein typisches Ziegelhaus, ein Irrglaube.